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Über den Wolken, Ende Dezember 2019

Liebe Afrikafreunde Diesen Newsletter schreibe ich hoch über Afrika auf unserem Tagflug von Windhoek nach Hause. Gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel kehren wir von unserer diesjährigen Afrikareise zurück. Einmal mehr haben wir unser kleines Zuhause in unserem alten Toyota Landcruiser genossen und unbekanntes Land entdeckt. Unser Ziel war der touristisch ziemlich unbekannte Westen Sambias und dies nach begonnener Regenzeit.

Im sehnlichst erwarteten Regen sind wir in zwei Tagen von Windhoek nach Katima Mulilo gefahren und dort über die Grenze nach Sambia eingereist. Unsere erste Überraschung waren die Ngonye- oder Siomafälle des Zambezi. Im Schatten ihres grossen Bruders Viktoria Fälle liegen diese imposanten Fälle rund 300km stromaufwärts von Victoria Falls. Nicht nur Dr. Livingstone auch die Tourismusbranche hat dieses eindrückliche Naturschauspiel offenbar nicht entdeckt. Begleitet von einem einheimischen Führer konnten wir das Naturschauspiel ganz ohne Tablets hochhaltende und Selfies produzierende Touristen geniessen! Beste Teerstrasse, in Sambia selten, führt anschliessend entlang der Barotse Flats nach Mongu mitten ins Land der Lozi. Die Barotse Flats werden in der Regenzeit komplett überflutet und eine imposante mehr als 30km lange Strasse mit vielen Brücke führt über sie hinweg nach Kalobo und zum Eingang des Liuwa Plains Natioalpark. Dieser wird über eine Fähre erreicht. Ausser tiefsandigen Pisten und unendlichen Ebenen haben wir nicht viel erwartet. Umso grösser die Freude als wir mitten in die 2. grösste Gnu Migration Afrikas geraten. Rund 45‘000 Streifengnus halten sich zu Beginn der Regenzeit auf den Weiten im Süden des Parks auf, gefolgt von mehr als 500 Tüpfelhyänen. Bereits haben sich auf den sonst trockenen Ebenen Pools gebildet um deren Ufer sich Wasservögel versammeln. Die grösseren unter ihnen warten, dass sich die Catfishs (Welse) aus dem vertrockneten Schlamm in dem sie übersommert haben hervorarbeiten. Dann kann das grosse Fressen beginnen. Im 3360km2 grossen Park gibt es gerade mal eine Luxuslodge und 4 lokal betriebene Campigplätze. Der freundliche Ranger am Gate hatte uns erklärt, der Park sei jetzt am schönsten, grün, mit Wasser und vielen Tieren. Aber Besucher gäbe es praktisch keine, weil alle glaubten, der Park stünde im Dezember bereits unter Wasser. Und tatsächlich: ausser einer Filmcrew bewegten sich neben uns noch zwei Ehepaare im Park. So viel Schönheit und keiner war da um sie mit uns zu geniessen!

Die Abende im Busch sind lang und man hat viel Zeit zum nachdenken. Und da die Katze bekanntlich das Mausen nicht lässt, oder vielleicht auch weil loslassen so schwierig ist, haben wir uns Gedanken darüber gemacht in welcher Form wir doch wieder eine Reise anbieten könnten für all jene die das Afrikafieber nicht loslässt. Wir haben noch keine definitive Lösung und für das Jahr 2020 kommt es aus familiären Gründen auch nicht in Frage. Für Anregungen und Wünsche sind wir offen!

Gerne sind wir auch wieder bereit euch bei individuellen Reisen bei der Planung zu helfen, sei es bei der Routenplanung und/oder Buchungen.

Wir wünschen euch schöne Festtage und einen guten Rutsch in ein erfülltes, friedliches und gesundes neues Jahr.

Erika und Andreas Senn



Die Luxuslodge King Lewanika im Liuwa Plains Nationalpark hat uns mit ihrem freundlichen und kompetenten Service und ihren gut ausgebildeten und kompetenten Führern überzeugt. Ein angenehmes Plus ist die schlichte und edle Architektur!

https://timeandtideafrica.com/camp/king-lewanika